Wiederkehrende Aufgaben
im Büro Automatisieren

Richtig suchen mit Google - für bessere Suchergebnisse

Schlechte Suchergebnisse folgen einem System

Computer "lesen" zwar Texte - ein Mensch aber versteht sie.
Das ist markanter Unterschied.

Google "liest" Webseiteninhalte buchstabengetreu und wortwörtlich.
Es "versteht" den Sinn der einzelnen Wörter nicht.
Google denkt literal.

Wir Menschen aber benutzen Wörter um uns auszudrücken.
Wir wollen unsere Gedanken anderen Menschen zugänglich machen, ohne jedes Wort auf die Goldwage zu legen.
Wir wollen uns begreiflich machen.
Wir denken konzeptionell!

Und nun haben wir den Salat!
Verzeihung! ... das Problem!

Wenn wir sagen "Heute regnet es Katzen und Hunde!", dann meinen wir das natürlich nicht wörtlich. Denn unsere Botschaft lautet eigentlich: "Es regnet heute sehr sehr stark".

Doch Google versteht das nicht! Es kommt zu Missverständnissen!
Wir müssen uns anders behelfen.

Lassen Sie uns "denken" wie Google.

Das bedeutet: Ab sofort nehmen wir alles wörtlich!
Wir fragen Google nicht mehr, was wir meinen, sondern was wir suchen!

Der Webexperte Henk van Ess hat dazu in seinem Beitrag "So you think you can Google?" ein paar wundervolle Anregungen veröffentlicht.

Lass Sie uns direkt loslegen.

Beispiel 1: Angela Merkel und das Internet

In unserem ersten Beispiel wollen wir wissen, was Angela Merkel von "diesem Internet" hält.

Vielleicht würden Sie Ihre Internetrecherche so beginnen: "angela merkel" internet interview

Okay ... die Suchergebnisse können sich sehen lassen. Nur fällt auf, dass wir hier viele Artikel finden, die sich auf Interviews beziehen, die Angela Merkel einmal im Internet gegeben hat.

Uns interessiert aber, welche Meinung sie zum Internet hat.

Unser Problem war: Wir haben um die Ecke gedacht!
Wir haben unterbewusst angenommen, dass Angela Merkel sich in einem Interview zum Internet geäußert haben könnte.
Und dachten daher: "Suche bitte alle Interviews, bei denen Angela Merkel etwas über das Internet gesagt hat."

Wir haben konzeptionell gedacht! Etwas was Google nicht kann!

Dagegen hilft nur: Das Gehirn ausschalten ... und nicht mehr so viel nachdenken.

Die Suchabfrage "angela merkel sagt" internet bringt uns dagegen auf die richtige Spur.

Nun haben wir literal gedacht und es hat super funktioniert!

In unseren Suchergebnissen finden wir jetzt sLinks, die uns erzählen, was Angela Merkel über das Internet gesagt hat.

Beispiel 2: Einen Laden um die Ecke finden!

Bei der Suchabfrage blumenladen bei mir um die ecke sollte Google vor Scham rot werden.

Hier stimmt gar kein Linkvorschlag mit meinen Erwartungen überein. Eigentlich hatte ich hier eine schöne Liste mit Blumenläden aus meiner Gegend erwartet.

Doch Google versteht hier nichts!
Weder was um die Ecke heißt!
Noch wo das sein soll!

Wir haben wieder, im Gegensatz zu Google, konzeptionell gedacht!

Hilfreicher wäre hier die Suche blumenladen friedrichshain gewesen!

Doch auch hier werden unsere Erwartungen enttäuscht.
So werden jetzt nur alle Blumenläden-Webseiten aufgelistet, die das Wort "Friedrichshain" wörtlich verwendet haben.
Ein Blumenladen, der dagegen nur seine Adresse (Straße und PLZ) angegeben hat, ohne das Wort "Friedrichshain" zu benutzen, taucht in den Ergebnisseiten leider nicht auf!

Die Suchabfrage blumenladen "10245..10247" löst das Problem endlich!

Jetzt finden wir alle Blumenläden, die eine Postleitzahl zwischen 10245 und 10247 angegeben haben.
Genauso, wie wir es erwartet haben!

Dieser Trick funktioniert natürlich vielseitig.
So finde ich beispielsweise auch alle Friseure in meiner Nähe: friseur "10245..10247"

Beispiel 3: Aktuelle Angebote finden

Sie ahnen es vielleicht. Die Suche nach angebot letzte woche wäschetrockner ist nicht besonders hilfreich.

Es kommt mir so vor, als hätte Google die Suchabfrage "letzte Woche" verschluckt. Kein Link hilft mir weiter!

Suche ich dagegen literal, also im engen Wortsinne, so bin ich erfolgreicher:
angebot "10...19 november 2019" wäschetrockner

Auch bei der Suche nach einen schmalen Wäschetrockner, mache ich mir das neue Wissen zu nutze:
Die Suche nach wäschetrockner schmal leistet längst nicht so qualitative Suchergebnisse, wie die Frage nach wäschetrockner 40..50 cm breit.

So macht suchen wieder Spaß!

Beispiel 4: Günstige Angebote finden

Nachdem ich mir alle Messetermin für die erste Februar-Woche 2019 in Köln herausgesucht habe: messetermin köln "1..7 februar 2019", brauche ich noch einen günstigen Flug!

Auch hier ist die Suche nach günstiger flug berlin köln wenig hilfreich.

Woher soll Google auch wissen, was wirklich günstig ist?
Vielleicht das, was der Verkäufer genauso bezeichnet? (literale Denkweise)

Viel hilfreicher ist dagegen die wörtliche Suchabfrage flug berlin köln "10..60 euro"

Die Suche hat sich gelohnt und ich habe echtes Geld gespart.

Beispiel 5: In die Zukunft schauen

Zugegeben! Eigentlich kann das weder Mensch noch Maschine.

Doch wer sich beispielsweise fragt, wann der BER-Flughafen (Berlin) nun endlich seine Pforten öffnet, kann sein Glück auf zwei verschiedenen Wegen versuchen.

Dabei liefert die iterative Suche BER flughafen "2020..2022" weitaus bessere Ergebnisse, als die augenscheinlichere Variante BER flughafen zukunft.

Beispiel 6: Nicht fragen, sondern in Antworten denken

Natürlich ist es verlockend Google eine direkte Frage zu stellen. Die Suche nach der Frage Warum ist rauchen giftig? klingt natürlich sehr einladend.

Allerdings vergessen wir wieder, dass Google "nur" eine Maschine ist.

Die superschlaue Suchmaschine sucht nicht etwa, wie wir zunächst vermuten, die passende Antwort auf unsere Frage, sondern einfach alle jene Webseiten, die diese Frage ebenso wortwörtlich stellen.

Wir können also nur hoffen, dass die Webseiten so freundlich sind, auch noch unsere Frage zu beantworten. Ausgehen können wir davon nicht!

Besser fahren wir wieder mit der wörtlichen Suche.

Wir suchen nicht die Frage selbst, sondern recherchieren lieber die Antwort.
Die Suchabfrage rauchen ist giftig weil führt uns dabei zur direkten Antwort unserer Frage.

Fazit

Auch wenn man sich am Anfang umgewöhnen muss, zahlt sich die wortwörtliche Websuche langfristig aus.
Egal, ob bei Google, Bing oder bei einer anderen Suchmaschine.

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